26989-01 Vorlesung mit Übungen: Mathematische Methoden der Teilchenphysik
(Mathematical Methods in Particle Physics)
Andreas Aste, HS 2026
English version


  The persistence of memory 

Gewöhnliches Rad, ART-Uhr und "Raumzeitrad"

  • Jeweils am Montag, 08:15-10:00 (Vorlesung) und 10:15-12:00 (Übungen)
    im alten Hörsaal 2, 1.22 (Physikinstitut).

    Themen:

    - Kurze Einführung in die spezielle Relativitätstheorie (Notationen und Konventionen)
    - Fundamentale Symmetrien als Grundprinzip der modernen Physik
    - Gruppen, Lie-Gruppen und Lie-Algebren
    - Darstellungen der Rotations- und Lorentzgruppe
    - Relativistische Feldtheorie: Weyl-, Dirac- und Majorana-Felder etc.
    - Ausgewählte mathematische Aspekte relativistischer (Quanten-)Feldtheorien

    Zum Inhalt:

    Die Quantisierung eines klassischen Teilchens führt auf das Konzept der Wellenfunktion -
    was aber geschieht, wenn gar Wellenfunktionen quantisiert werden?

    Relativistische Quantenfeldtheorien, wie sie z.B. im Standardmodell der Teilchenphysik auftreten,
    beschreiben die Natur nachweislich erfolgreich bis auf Längenskalen der Grössenordnung
    10-19 m=10-10 nm und sind die Sprache, mit der Hochenergieprozesse an Beschleunigern
    wie dem LHC am CERN beschrieben werden können.

    Ein wichtiges Instrument bei der Beschreibung physikalischer Theorien, seien sie nun quantisiert
    oder nicht, stellt das Konzept der Symmetrie dar.
    In der Physik ist eine Symmetrie eine Transformation eines Objekts unserer Anschauung,
    welche Eigenschaften des Objekts erhält. Beim entsprechenden Objekt kann es sich sowohl
    um ein physikalisches System als auch um eine mathematische Struktur (z.B. ein Naturgesetz)
    handeln. Symmetrien einer Objekteigenschaft bilden in natürlicher Weise eine Transformations-Gruppe.

    Das Verständnis der Raumzeitsymmetrien, darstellbar mit Hilfe der Poincare- oder der Lorentzgruppe
    SO+(3,1) ermöglicht erst die Definition des Teilchenbegriffs in der Physik, und innere (Eich-)Symmetrien
    wie die SU(3) in der QCD sind unerlässliche mathematische Konzepte, wenn die Struktur der
    elementaren Wechselwirkungen in modernen Theorien beschrieben werden soll.

    Meine jährlich angebotene Vorlesung "Mathematische Methoden der Teilchenphysik" geht auf diverse Aspekte
    fundamentaler Themen wie die Gruppen- und Darstellungstheorie der wichtigsten physikalischen
    Symmetriegruppen und deren Konsequenzen für die Formalismen (Feldgleichungen, Wechselwirkungsterme)
    in der relativistischen Teilchenphysik ein, und auf die mathematischen Techniken
    zur Beschreibung relativistischer Elementarteilchenprozesse.


    Folgende mathematische Definitionen und Konzepte sollten dem Hörer aus der linearen Algebra
    vertraut sein: Algebraische Grundbegriffe.

    In der Vorlesung werden aktuelle Teile eines Skripts verteilt.

    Vorlesungsnotizen (werden jeweils fortwährend ergänzt)

    Literaturvorschläge


    Geplante Vorlesungs- und Übungstermine:

    14. September
    21. September
    28. September
    5. Oktober: Vorlesung fällt aus
    12. Oktober
    19. Oktober
    26. Oktober
    2. November
    9. November
    16. November
    23. November
    30. November
    7. Dezember
    14. Dezember: Schlussprüfung


    Übungsblätter:


  • Vorlesungssemester:
    14. September - 18. Dezember 2026.
    Vorlesungsfreie Zeit:
    Dies Academicus, 27. November 2026



Created August 2026 by Andreas Aste.
Last update: August 31, 2026. Back to the personal homepage